Öffentlicher Dienst

Angestellte wollen mehr Geld

Kölner Stadt-Anzeiger
Erstellt 27.02.09, 16:06h

Öffentlicher Dienst

Angestellte wollen mehr Geld
Erstellt 27.2.09, 16:06h

Die Gewerkschaft ver.di fordert ein stark verbessertes Angebot für Angestellte der Länder. Die angebotenen 4,2 Prozent mehr Geld wiesen die Verantwortlichen zurück. An der Kundgebung in Düsseldorf beteiligten sich rund 10.000 Landesangestellte.


Demonstranten protestieren in Düsseldorf auf einem umfunktionierten 
Karnevalswagen für höhere Löhne und Gehälter. (Bild: dpa)

DÜSSELDORF - Im Tarifkonflikt des öffentlichen Dienstes der Länder fordern die Gewerkschaften ein stark verbessertes Angebot der Arbeitgeber. "Wir brauchen eine deutliche Lohnerhöhung für dieses Jahr und für 2010", sagte der Vorsitzende der Gewerkschaft ver.di, Frank Bsirske, am Freitag bei einer Demonstration von rund 10 000 Landeangestellten in Düsseldorf. Das bisherige Angebot der Arbeitgeber reiche "hinten und vorne nicht". Die Tarifverhandlungen werden an diesem Samstag mit der vierten Runde in Potsdam fortgesetzt.

Die Arbeitgeber hatten bislang 4,2 Prozent mehr Geld bei einer Laufzeit von 24 Monaten und sechs Nullmonaten angeboten. Bsirske bezeichnete dieses Angebot als "Doppel-Null", die am Samstag vom Tisch müsse. Die Gewerkschaften fordern für die 700 000 Angestellten der Länder 8 Prozent mehr Geld.

An der Kundgebung in Düsseldorf beteiligten sich nach Gewerkschaftsangeben mehr als 10 000 Landesbedienstete und Beamte. Sie zogen mit einem gellenden Pfeifkonzert und Trommelschlägen durch das Zentrum der Landeshauptstadt. Dabei waren Lehrer, Polizisten und Feuerwehrleute in Uniform sowie Mitarbeiter von Rechenzentren, Gerichten, Universitätskliniken und Bezirksregierungen. Auf Plakaten forderten die Demonstranten: "Gleicher Lohn für gleiche Arbeit". Auf anderen stand: "Sparschweine der Nation". Aufgerufen zu den Protestaktionen hatten der Deutsche Gewerkschaftsbund und der Beamtenbund.

Ungleichbehandlung der Lehrer

"Ich bin froh, dass endlich so viele Leute auf die Straße gehen", sagte Klaus Neufeldt, angestellter Lehrer an der Gesamtschule Nettetal. "Entscheidend ist, dass sich etwa ändert an der Ungleichbehandlung der Lehrer." Im Gegensatz zu seinen verbeamteten Kollegen verdiene er im Monat netto etwa 350 Euro weniger, sagte Neufeldt, der seit 1994 als angestellter Lehrer arbeitet. "Wir sind bereit den Weg weiter zu gehen, auch bis zu einer Urabstimmung." (dpa)