GEW Newsletter vom 16. September 2012

 

Liebe Interessentinnen und Interessenten des Newsletters der GEW in NRW,
liebe Kolleginnen und Kollegen!

Heute kommt unser elektronischer Rundbrief etwas später am Tag. Vielleicht haben wir Glück und er dient als interessante Abendlektüre. Die Themen dieser Woche lohnen in jedem Fall.

Wir haben diese Themen ausgesucht:

1. Regierungserklärung der Ministerpräsidentin Hannelore Kraft
2. OECD: Education at a Glance 2012
3. Fortbildungen für Lehrerräte
4. Schulleitung und Lehrerrat ... (Schulleitungsfortbildungen)
5. Wissenschaftskonferenz der GEW
6. GEW-Fachtagung ‚Herkunftssprachlicher Unterricht
7. Dies & Das (Wettbewerb ‚Jugend testet’; Streik in Sachsen; Erinnerung: Kino Preview - kostenlos)

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ad 1. Regierungserklärung der Ministerpräsidentin Hannelore Kraft

Der Regierungsbildung folgte die Sommerpause, der Sommerpause folgte nun die Regierungserklärung von Hannelore Kraft. Sie trägt den Titel „Nordrhein-Westfalen – stark für die Zukunft“. Die Bildungspolitik nahm durchaus breiten Raum ein, das Abstraktionsniveau der Ausführungen war allerdings beträchtlich.

Sehr bedenklich war die Aussage zur Verwendung der sog. Demografiegewinne. Im Gegensatz zum Koalitionsvertrag wird die Zusage, dass diese Gewinne in den Schulen erhalten bleiben, begrenzt bis zum Jahr 2015.

Die GEW hat die Regierungserklärung so kommentiert: „Die GEW begrüßt den von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft heute in ihrer Regierungserklärung vorgegebenen Kurs der Landesregierung, in noch bessere Bildung zu investieren. Die GEW hält es aber für erforderlich, über das Jahr 2015 hinaus die Demografierendite für wirkliche qualitative Verbesserungen in den Schulen zu nutzen. Kraft hatte angekündigt, durch den demografischen Wandel frei-werdende Ressourcen sollen als Zukunftsinvestitionen im Bildungssystem gebunden bleiben. Demnach blieben 8.000 Lehrerstellen zwischen 2012 und 2015 erhalten.

Die Presseerklärung der GEW:
http://www.gew-nrw.de/index.php?id=2490

Die Regierungserklärung im Wortlaut:
http://www.gew-nrw.de/uploads/tx_files/RE_HK_12-09-2012.pdf

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ad 2. OECD: Education at a Glance 2012

Fatal: Das Bildungsniveau in Deutschland stagniert: Laut der aktuellen OECD-Studie "Bildung auf einen Blick" erreichen nur 20 Prozent der jungen Erwerbstätigen hierzulande einen höheren Bildungsabschluss als ihre Eltern, 22 Prozent dagegen einen niedrigeren. Im internationalen Vergleich ein Armutszeugnis. Die Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) verweist in der jüngsten Ausgabe ihrer jährlich erscheinenden Bildungsstudie ‚Education at a Glance’ darauf, dass im OECD-Vergleich 37 Prozent der 25- bis 34-jährigen Erwerbstätigen einen höheren Bildungsstand als ihre Eltern erreichen, lediglich 13 Prozent bleiben auf einem niedrigeren Niveau.

Auch beim Geld, das für Bildung ausgegeben wird, hat Deutschland weiter Rückstand: Die Bildungsausgaben stiegen zwar zwischen 2008 und 2009 leicht an. Da viele Staaten ihre Bildungsbudgets aber ähnlich stark oder sogar noch kräftiger steigerten, liegt Deutschland hier weiterhin deutlich unterhalb des OECD-Durchschnitts.

Pressemitteilung der GEW:
http://www.gew.de/Schlechte_Chancen_fuer_Bildungsaufsteiger.html

Länderanalyse Deutschland:
http://www.oecd.org/berlin/EAG2012%20-%20Country%20note%20-%20Germany_with%20KF_Final_GER.pdf

Dazu passt eine Ausarbeitung der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder: In der Gemeinschaftsveröffentlichung „Internationale Bildungsindikatoren im Ländervergleich“ werden ausgewählte Indikatoren der OECD -Veröffentlichung „Bildung auf einen Blick“ in einer Gliederung nach Bundesländern dargestellt. Die Indikatoren stammen aus den Themenbereichen Bildungszugang, Bildungsbeteiligung und Bildungsverlauf, in Bildung investierte Finanz- und Humanressourcen, Lernumfeld und Organisation von Schulen sowie Bildungsergebnisse und Bildungserträge.

Die Datensammlung:
https://www.destatis.de/DE/Publikationen/Thematisch/BildungForschungKultur/Internationales/Bildungsindikatoren1023017127004.pdf?__blob=publicationFile

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ad 3. Fortbildungen für Lehrerräte

In fast allen Schulen beginnt mit Schuljahr 2012/13 eine neue vierjährige Amtszeit für Lehrerräte. Unsere Tagesseminare sind für Kolleginnen und Kollegen passend, die neu im Lehrerrat sind oder die ihr Wissen auffrischen wollen. Über den Zaun schauen, mit anderen Lehrerräten gemeinsam eine Fortbildung gestalten und motiviert in die Schule zurückkehren.

Die GEW führt 'Basisqualifizierungen für Lehrerräte' durch. Unser Angebot ist dem staatlichen Angebot für die Lehrerräte gleichgestellt. Grundsätzlich besteht Wahlfreiheit bei den Mitgliedern der Lehrerräte, welches Fortbildungsangebot sie wahrnehmen. Die Teilnahme liegt immer im besonderen dienstlichen Interesse. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten Sonderurlaub gemäß Sonderurlaubsverordnung. Ihnen entstehen keine Kosten, sie erhalten Reisekostenerstattung und Tagegeld.

Die Ausschreibungen im Internet:
http://www.gew-nrw.de/index.php?id=756

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ad 4. Schulleitung und Lehrerrat ... (Schulleitungsfortbildungen)

Nachdem die GEW seit Jahren gute Erfahrungen bei der Durchführung der sog. Basisqualifizierungen für Mitglieder in Lehrerräten gewonnen hat, haben wir im zweiten Halbjahr des Schuljahres 2011/2012 begonnen, Schulleiterinnen und Schulleitern ein maßgeschneidertes Fortbildungsangebot unter dem Titel ‚Schulleitung und Lehrerrat an der eigenverantwortlichen Schule’ zu machen.

Die Erfahrungen mit diesen Fortbildungen waren außerordentlich gut. Ausgehend vom Rollenverständnis der Schulleiterinnen und Schulleiter und orientiert an praxisnahen Problemstellungen wurde an einem ganztägigen Fortbildungstag über das Verhältnis von Schulleitung und Lehrerrat reflektiert und Hilfe für den schulischen Alltag gegeben.

Die Angebote im Netz:
http://www.gew-nrw.de/index.php?id=2372

Der Einladungsflyer:
http://www.gew-nrw.de/fileadmin/download/Schule/Schulleitung/SL_FB_2012-13.pdf

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ad 5. Wissenschaftskonferenz der GEW

Die 6. Wissenschaftskonferenz der GEW ist mit einem Appell an Hochschulen und Forschungseinrichtungen, ihren Beschäftigten berechenbare Karrierewege und stabile Beschäftigungsbedingungen anzubieten, zu Ende gegangen.

"Alle Bundesländer haben die Autonomie der Hochschulen auch in Finanz- und Personalangelegenheiten massiv ausgebaut, der Bund möchte die Eigenverantwortung der außeruniversitären Forschungseinrichtungen in einem 'Wissenschaftsfreiheitsgesetz' stärken. Die Hochschulen und Forschungseinrichtungen müssen daher jetzt ihre erweiterten Gestaltungsspielräume nutzen, um als verantwortungsbewusste Arbeitgeber anständige Beschäftigungsbedingungen und attraktive Arbeitsplätze zu bieten. Daher erwarten wir, dass sich jede Hochschule und Forschungseinrichtungen in einem Kodex 'Gute Arbeit in der Wissenschaft' auf Mindeststandards für berechenbare Karrierewege und stabile Beschäftigungsverhältnisse verpflichtet", sagte das GEW-Vorstandsmitglied der GEW, Andreas Keller.

Pressemitteilung der GEW:
http://www.gew.de/GEW-Wissenschaftskonferenz_diskutiert_Herrschinger_Kodex_Gute_Arbeit_in_der_Wissenschaft.html

Weitere Infos zur Wissenschaftskonferenz:
http://www.gew.de/GEW-Wissenschaftskonferenz.html

Tagungsmaterial:
http://www.gew.de/Materialien_Wissenschaftskonferenzen.html#Section48518

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ad 6. GEW-Fachtagung ‚Herkunftssprachlicher Unterricht

Die GEW lädt ein zur Fachtagung ‚Herkunftssprachlicher Unterricht’. Diese Fachtagung findet am 27. Oktober 2012 in Düsseldorf statt. Das Hauptreferat von Prof. Dr. Hans-Joachim Roth (Universität Köln) trägt den Titel ‚Mehrsprachigkeit im Europäischen Konzept – gehört auch die Herkunftssprache dazu?’

Der Teilnahmebeitrag beträgt für GEW-Mitglieder 15 Euro, für Nichtmitglieder 30 Euro. Schriftliche Anmeldungen mit Angabe der vollständigen Adresse (auch E-Mail), Schulform und Funktion bitte an:
Bettina Beftink: bettina.beeftink@gew-nrw.de

Das Tagungsprogramm:
http://www.gew-nrw.de/uploads/tx_files/ausschreibung_hsu_2012-10-27.pdf

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ad 7. Dies & Das (Wettbewerb ‚Jugend testet’; Streik in Sachsen; Erinnerung: Kino Preview - kostenlos)

Wettbewerb ‚Jugend testet’ - Ob Apps, Schwimmbrillen oder Kaugummi – beim Wettbewerb „Jugend testet“ der Stiftung Warentest können junge Menschen alles testen, was sie interessiert. Das Thema und die Prüfmethode bestimmst sie selbst. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Im Vordergrund von „Jugend testet“ steht der Spaß am gemeinsamen Testen. Doch die Arbeit kann sich auch richtig auszahlen. Für die besten Arbeiten gibt es Preisgelder von insgesamt 9000 Euro. Der Startschuss für den Wettbewerb 2013 ist gefallen. Bis zum 30. November 2012 kann man sich noch anmelden. Einsendeschluss ist der 15. Februar 2013.
http://www.test.de/jugendtestet/

Streik in Sachsen - 60 Prozent aller sächsischen Lehrer beteiligten sich am Warnstreik am 7. September 2012. Aufgerufen hatten die GEW Sachsen und die dbb tarifunion. Ziel war die Erzwingung von Verhandlungen über einen Demografie-Tarifvertrag für sächsische Lehrerinnen und Lehrer. Etwa 18.000 Kolleginnen und Kollegen folgten dem Aufruf und etwa 15.000 fuhren mit Bussen und Bahnen nach Dresden vor den sächsischen Landtag. Unterstützung bekamen sie von Kolleginnen und Kollegen des DGB und der Gewerkschaft der Polizei (GdP). Damit dürfte dies eine der größten Kundgebungen sein, die je unmittelbar vor dem Landtag stattgefunden haben.
http://www.gew-sachsen.de/generationenvertrag2012/Warnstreik-September-2012.html

Erinnerung: Kino Preview – kostenlos – Am 23. September 2012 gibt e den Film "On the Road" als kostenlose Preview für Mitglieder der GEW. Ervbasiert auf dem gleichnamigen Bestseller von Jack Kerouac, der als Manifest der Beat Generation gilt. Verfilmt von Kultregisseur Walter Salles, erzählt „On the  Road - Unterwegs“ die Geschichte einer ungewöhnlichen Freundschaft zweier junger Männer, die ihre Zelte abbrechen und sich gemeinsam auf eine Reise durch die USA begeben. Atemlos erzählt der Film von der Suche nach dem Glück, nach Freiheit, nach der großen Liebe und dem ultimativen Rausch des Lebens. Der kostenlose Kinobesuch in Dortmund, Essen oder Düsseldorf  setzt voraus, dass man in die Gästeliste aufgenommen wird. Voraussetzung zur Aufnahme in diese Gästeliste ist eine Online-Karten-Reservierung. Diese Möglichkeit bieten wir nur Mitgliedern der GEW in NRW. Wo? Hier:
http://www.gew-nrw.de/index.php?id=2479

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Mit freundlichem Gruß
die Redaktion des Newsletters der GEW in NRW

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Rückfragen und Anregungen zu diesem elektronischen Rundbrief bitte an:
intern@gew-nrw.de

Änderungen des Abonnements und der Adresse:
http://www.gew-nrw.de/index.php?id=114

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